Klinisches
Seminar mit Alberto Hahn (London)
"Temperatur
und Distanz als technische Dimensionen der Deutung"
Grundlagen der Technik kleinianischer Psychoanalyse
Freitag
5. Dezember 2008, 20 - 22 Uhr
Samstag
6. Dezember 2008, 9.30 - 13 und 14.30–18 Uhr
Ausgangspunkt
für das klinische Seminar mit Alberto Hahn wird diesmal nicht
ein Vortrag, sondern die Diskussion eines Textes von
Donald Meltzer sein. Meltzers dynamisches Verständnis der
Anwendung von Deutung und Gegenübertragung ermöglicht eine
differenzierte Vermittlung der grundlegenden Techniken der
kleinianischen Psychoanalyse.
Aus dem Vorwort:
"This technical paper, based on a description and
conceptualization of his own technique, provides a model for
dealing with changes of emotionality and splits in the
analytic session, by creating a working atmosphere through the
dynamic use of the interpretative function and the
countertransference. This paper invites others to examine
their own development of "linguistic ingenuity" and
to differentiate areas of ingenuity within the "basic
technical principles" from
acting-in-the-countertransference. It also encourages a selfcritical
observation and analysis of the interaction between patient
and analyst as a form of self-supervision of unedited clinical
material."
Meltzer, Donald (1976):
Temperature and distance as technical dimensions of
interpretation. In: Hahn, A. (ed.): Sincerity and other works.
Collected papers of Donald Meltzer. London 1994, Karnac Books,
374-386.
deutsche
Übersetzung von Ruth Mätzler: Temperatur
und Distanz als technische Dimensionen der Deutung (pdf
178 KB)
Das
Seminar findet in englischer und deutscher Sprache mit Übersetzung
statt. Fallvorstellungen (in deutscher oder englischer Sprache möglich!)
am Samstag sind sehr willkommen. Wir bitten jedoch um
vorherige Anmeldung.
Dr. Alberto Hahn ist Mitglied der British
Psychoanalytical Society sowie Lektor und Lehranalytiker an
der Tavistock Clinic in London. Zudem arbeitet er als
Psychoanalytiker in freier Praxis. Er
ist Herausgeber von "Sincerity and other works. The
collected papers of Donald Meltzer" (Karnac books, 1994)
und Mitherausgeber von "Exploring the work of
Donald Meltzer: a Festschrift" (Karnac books, 2000). Er
hat neben diversen anderen Themen über die Theorie der
psychoanalytischen Technik, über klagende Patienten (complaining
patients) und über die Adoleszenz geschrieben. Dr. Hahn ist
ein gefragter Lehrer und Supervisor in vielen Teilen Europas,
Nord- und Südamerikas. Seine Arbeit basiert auf der
postkleinianische Schule der Objektbeziehungen in der
Tradition Klein-Bion-Meltzer. Sein Vortrag "Einige
Bemerkungen zur Intuition" ist auf der website des
"Donald Meltzer Psychoanalytic Atelier" verfügbar: http://www.psa-atelier.org
Vergleichende
Psychoanalyse: Klein-Bion-Meltzer / Lacan-Laplanche
Freitag
17. November 2006, 20 Uhr, Vortrag und Diskussion
Robert
Heim (Frankfurt):
Roh und gekocht, gesättigt und ungesättigt – Zur Gastronomie des
Unbewußten bei Bion und Lacan.
Prof.
Dr. Robert Heim,
Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt und Hochschullehrer für
Psychoanalyse und psychoanalytische Sozialpsychologie in Hannover
berichtet von einem weiteren Baustein seines Buchprojekts „Starke
Dichter“ nach Freud (siehe seine Arbeit „Paarungen, Passagen – Das
Imaginäre zwischen M. Klein und J. Lacan“ in Journal für Psychoanalyse
44 - 1/2005: 35-60). Seine erkenntnistheoretische Suche führt diesmal zu
ungewohnten „Verbindungen“ zwischen Bion und Lacan.
Samstag
18. November 2006, 9.30 - 12 Uhr, Vortrag und Diskussion
Karl Mätzler
(Salzburg): Ursprünge, Triebe und die Entwicklung von Leidenschaft -
Donald Meltzer und Jean Laplanche im Vergleich.
Donald
Meltzer setzt an den Ursprung des Psychischen den ästhetischen Konflikt,
insofern das Neugeborene mit dem überwältigenden Eindruck des primären
Objekts und gleichzeitig mit dessen rätselhaftem Inneren konfrontiert
wird. Dieser Ansatz weist erstaunliche Parallelen zur Sexualitäts- und
Verführungstheorie von Jean Laplanche auf. Ein Vergleich beider Autoren
öffnet den Blick auf eine Integration von Trieb- und
Objektbeziehungstheorien und verbessert das Verständnis destruktiver
psychischer Prozesse jenseits einer Theorie des Todestriebs.
Dr.
Karl Mätzler, ist
Psychoanalytiker in freier Praxis und Mitbegründer des Klein Seminars
Salzburg.
13.30 –
17 Uhr Klinisches Seminar mit den Referenten
Vortrag
und Seminar mit Alberto Hahn (London)
«Die Bedeutung der
Intuition im psychoanalytischen Prozess»
(Der Vortrag von Alberto Hahn ist in der deutschen Übersetzung von Ruth Mätzler
auf der website des "Donald Meltzer Psychoanalytic
Atelier" verfügbar:
"Einige Bemerkungen zur Intuition" http://www.psa-atelier.org)
Freitag, 23. Juni 2006,
20 Uhr, Vortrag und
Diskussion
Samstag, 24. Juni 2006,
9.30 13 und 14.30–18 Uhr, Klinisches Seminar
Die
Intuition nimmt im Werk Wilfred Bions einen bedeutenden Platz
ein. In
meinem Vortrag diskutiere ich genau die klinischen Bedingungen
sowohl in der analytischen Situation als auch im Analytiker
selber, welche einer intuitiv geleiteten Beobachtung,
Beschreibung und Deutung der unbewussten Phänomene in unseren
Patienten förderlich sind. Es soll der Versuch unternommen
werden, eine theoretische Grundlage für eine „auf Intuition
basierende Technik“ zu formulieren, die es uns erlaubt,
Zugang zu den tieferen Schichten der Psyche zu finden. Es geht
dabei vor allem um jene Bereiche der Persönlichkeit, die in
Konflikten der frühen Objektbeziehungen, wie dem ästhetischen
Konflikt und dem prägenitalen Ödipuskomplex wurzeln.
Dr. Alberto Hahn ist Mitglied der British Psychoanalytical
Society sowie Lektor und Lehranalytiker an der Tavistock
Clinic in London. Zudem arbeitet er als Psychoanalytiker in
freier Praxis. Er
ist Herausgeber von "Sincerity and other works. The
collected papers of Donald Meltzer" (Karnac books, 1994)
und Mitherausgeber von "Exploring the work of
Donald Meltzer: a Festschrift" (Karnac books, 2000). Er
hat neben diversen anderen Themen über die Theorie der
psychoanalytischen Technik, über klagende Patienten (complaining
patients) und über die Adoleszenz geschrieben. Dr. Hahn ist
ein gefragter Lehrer und Supervisor in vielen Teilen Europas,
Nord- und Südamerikas. Seine Arbeit basiert auf der
postkleinianische Schule der Objektbeziehungen in der
Tradition Klein-Bion-Meltzer.
Vortrag und Seminar finden in englischer Sprache mit Übersetzung
statt. Eine deutsche Fassung des Vortrags wird während der
Veranstaltung zur Verfügung stehen. Fallvorstellungen
im klinischen Seminar sind sehr willkommen. Wir bitten jedoch
nach Möglichkeit um vorherige Anmeldung.
Gebühr:
Vortrag:
€ 20,-- / Vortrag und Seminar:
€ 90,--
Seminar
mit
Ruth und Karl Mätzler (Salzburg)
„Einführung
in die kleinianische Psychoanalyse“
Freitag
6. Oktober 2006, 10-17 Uhr
Literatur:
Hinshelwood, Robert: Zur Praxis der kleinianischen Psychoanalyse. Verlag
Internationale Psychoanalyse. Stuttgart 1997.
Voraussetzungen:
Grundlagenkenntnisse der Freudschen Psychoanalyse
Buchpräsentation
und Vorstellung
der neuen Reihe
Karl und Ruth Mätzler
(Hg.): Sexualität in der kleinianischen Psychoanalyse
Veröffentlichungen des Klein Seminars
Salzburg Band 1, edition diskord
Freitag, 3. Juni
2005, 19 Uhr
mit einem Vortrag
von Elisabeth Vorspohl (Frankfurt):
"Patienten im Gepäck
und hohe Funktionen"
anschließend
festlicher Umtrunk
Elisabeth
Vorspohl wird in ihrem Vortrag berichten, auf welchem Weg sie
zur Übersetzerin
psychoanalytischer Literatur wurde, und sodann einige häufige
Mißverständnisse klären - z.B. die Vorstellung von der
Priorität der Quellensprache und der untergeordneten
Bedeutung der Zielsprache. Außerdem wird sie Unterschiede
zwischen dem Übersetzen belletristischer Texte und
wissenschaftlicher Arbeiten erläutern und zu zeigen
versuchen, welche Besonderheiten für das Übersetzen
psychoanalytischer Autoren charakteristisch sind.
"Fallbeispiele" aus eigener Werkstatt und
Produktionen anderer Herkunft sollen die Theorie unterfüttern.
Studium der Germanistik und
Geschichte, Lektoratsarbeit, seit 1989 Übersetzungen
vorwiegend psychoanalytischer Literatur (u.a. Bergman,
Fairbairn, Fonagy, A. Freud, Kernberg, M. Klein, Kohut,
Riviere, Riesenberg-Malcolm, Solms, Stern, Winnicott...). Übersetzung
mehrerer Beiträge in unserem Sammelband.
Arbeitstag
mit Maria
Rhode (London): Das
autistische Niveau des Ödipuskomplexes
Samstag, 6. November 2004
10 – 12 Uhr, Vortrag und Diskussion
14 – 17.30 Uhr, Klinisches Seminar
Vortrag und
Seminar finden in deutscher Sprache statt!
„Die
Erforschung des kindlichen Autismus stellt eine der wichtigsten
Innovationen innerhalb der zeitgenössischen Psychoanalyse dar und kann
in seiner Bedeutung für die klinische Arbeit, auch mit Erwachsenen,
noch gar nicht abgesehen werden. Mit Frau Rhode, als Mitglied der
Autismus-Forschungsgruppe an der Tavistock Klinik in London, ist es uns
gelungen, eine wichtige Vertreterin dieser Richtung in der Psychoanalyse
für eine Veranstaltung in Salzburg zu gewinnen. In Fortführung der
kleinianischen Tradition der Untersuchung der „Frühstadien des Ödipuskomplexes“
(Melanie Klein) beschäftigt sich Frau Rhode in ihrem Vortrag mit dessen
autistischen Implikationen. Im klinischen Seminar werden Fallbeispiele
der TeilnehmerInnen besprochen. Diese können sowohl aus der Arbeit mit
Kindern als auch mit Erwachsenen stammen.
Maria Rhode,
geb. 1943, ist „Consultant Child Psychotherapist“ im “Child and
Family Department” der Tavistock Klinik in London sowie
Psychoanalytikerin für Kinder und Erwachsene in eigener Praxis. Ihre
Spezialgebiete sind die Behandlung autistischer und psychotischer
Kinder, Sprachentwicklung und Babybeobachtung. Mitherausgeberin von
Rustin, M. u.a.: „Psychotic States in Children“ (Karnac Books)
Übersetzte
Literatur von Frau Rhode:
Rhode,
Maria (1994): Autistisches Atmen. In: Arbeitshefte Kinderpsychoanalyse
22/23, 1996: 67-84.
Rhode, Maria (1999a): Einige technische Fragen der psychoanalytischen
Behandlung von autistischen Kindern. In: Arbeitshefte
Kinderpsychoanalyse 27, 1999: 11-36.
Rhode, Maria (1999b): Wie man von A nach B kommt. In: Analyt. Kinder- u
Jugendl.psychoth. 30.Jg., 4/1999: 471-495.
deutschsprachige
Grundlagenliteratur zum Thema Autismus:
Frost,
Eva (1999): Gedanken zur Autismusforschung. In: Zeitschr. f.
psychoanalyt. Theorie und Praxis, XIV, 4-1999: 416-437.
Klüwer, Rolf (1997): Einblicke in die Welt des Autismus. In: Zeitschr.
f. psychoanalyt. Theorie und Praxis, XII, 2-1997, 151-165.
Tustin, Frances (1986): Autistische Barrieren bei Neurotikern.
Tübingen
2005. edition diskord.
Freitag, 5. März 2004, 20 – 22
Uhr
Heinz Weiß (Stuttgart): "Zeitlosigkeit bei
Psychic Retreats. Probleme in Übertragung und Gegenübertragung"
Samstag, 6. März 2004, 9.30 – 12.30 Uhr
Heinz Weiß (Stuttgart): Klinisches
Seminar
Durch die Veranstaltung mit Herrn Weiß im
vergangenen Jahr entstand bei einigen Teilnehmern der Wunsch nach einem
ausführlicheren klinischen Seminar zur Besprechung von Fallbeispielen.
Eine Teilnahme ist auch für jene möglich, die beim letzten Mal nicht
dabei waren.
Heinz Weiß ist Psychoanalytiker,
Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin im Robert Bosch
Krankenhaus Stuttgart, Visiting Scientist an der Tavistock Clinic
London, Guest Member der British Psychoanalytical Society und
Mitherausgeber der Reihe „Perspektiven kleinianischer Psychoanalyse“
sowie der Schriften von Elisabeth B. Spillius. Veröffentlichungen zu
Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse. Zahlreiche
Aktivitäten zur Vermittlung kleinianischer Psychoanalyse im
deutschsprachigen Raum.
Literatur:
Weiß, H.; Frank, C. (Hg.)
Pathologische Persönlichkeitsorganisationen als Abwehr psychischer Veränderung.
Edition diskord, Tübingen 2002.
Freitag 9. Jänner 2004 ,
20 Uhr, Vortrag
Samstag 10. Jänner 2004, 9.30 –
13 Uhr, klinisches Seminar
Angelika Staehle
(Darmstadt): Die Sprache im Leib – Verwirrungen zwischen Innen und Außen,
Selbst und Objekt. Dargestellt an der psychoanalytischen Behandlung einer
Hautpatientin.
Auf der Grundlage der Konzepte von E. Bick,
D. Meltzer und W.R. Bion wird an detailliertem klinischen Material der
allmähliche Übergang von adhäsiver Identifizierung zu reiferen
Symbolisierungsformen dargestellt. Dabei wird die Bedeutung der Gegenübertragung
als „Gesamtsituation“ für die Arbeit mit Patienten, bei denen schwere
Störungen der emotionalen und kognitiven Entwicklung die Errichtung eines
dreidimensionalen psychischen Raumes behindert haben und deren Erleben
sich in einem zweidimensionalen Modus bewegt, besonders betont.
Angelika Staehle,
Dipl.Psych.,
Psychoanalytikerin (DPV, DGPT) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene,
einzeln und in Gruppen (SGAZ, DAGG). Lehranalytikerin in Frankfurt und
Mainz. Schwerpunkte: Psychoanalytische Technik insbesondere bei
Symbolisierungsstörungen, Gruppenprozesse in Institutionen und ihre
Verbindung mit gesellschaftlichen Veränderungen. Langjährige
Supervision bei kleinianischen Analytikern in England. Ihr klinisches Denken gründet
sich vor allem auf die Konzepte Bions und deren späterer Verarbeitung
durch Donald Meltzer.
Literatur:
Staehle, Angelika: „Erste und zweite Haut“
– Einige Überlegungen zur Analyse einer Patientin mit
„Zweithautbildungen“ und adhäsiver Identifizierung. In: Zeitschrift für
psychoanalyt. Theorie und Praxis, XII, 4-1997, 347-377.
Freitag, 21. November 2003, 20 Uhr
Ralf Binswanger (Zürich): Das Werk Fritz
Morgenthalers als Baustelle für die Psychoanalyse
Samstag, 22. November 2003, 9.30 - 11 Uhr
Karl Mätzler (Salzburg): Vergleichende
Psychoanalyse: Fritz Morgenthaler – kleinianische Psychoanalyse (Donald
Meltzer). Eine vorläufige Annäherung.
Samstag, 22. November 2003, 11.30 - 13
Uhr,
Ralf Binswanger (Zürich), Karl Mätzler (Salzburg):
klinisches Seminar
„Im Oktober 2004 werden es zwanzig Jahre
her sein, dass Fritz Morgenthaler unerwartet gestorben ist. Was er uns
als Theoretiker der psychoanalytischen Praxis hinterlassen hat, gleicht
einer Baustelle. Auf Freudschen Fundamenten sind Mauern errichtet,
Leitungen gelegt und ein Dachstuhl konstruiert worden. Das Haus ist aber
offensichtlich unvollendet. Es herrscht an vielen Stellen Durchzug und
regnet herein. Manche Verbindungen zu anderen Gebäuden innerhalb der
Psychoanalyse sind unterbrochen. Man kann sich da nicht so einfach häuslich
einrichten.
Dabei hat er mitten im Kerngeschäft der
Psychoanalyse entscheidende Beiträge geleistet, ohne die mir ein Arbeiten
heute schwer vorstellbar wäre. Keiner hat wie er gezeigt, dass die Theorie
der Technik eigene Bewegungsgesetze hat und nicht aus der
Metapsychologie abzuleiten ist. Ferner hat er die psychoanalytische
Auffassung
von Sexualität auf eine dialektische Grundlage gestellt und den Umgang
mit Träumen auf eine neue Ebene
gehoben.“
Der Vortrag von Ralf
Binswanger, einem
profunden Kenner der Morgenthalerschen Theorien, versteht sich gleichsam
als Führung durch diese Baustelle. Dadurch könnte deutlicher werden, wo
und wie weiter zu bauen wäre. Vielleicht kann damit ein inhaltlicher
Impuls für eine zu planende Tagung aus Anlass von Morgenthalers
zwanzigstem Todestag gegeben werden (siehe dazu die Homepage "Projekt
Morgenthaler" u.a. mit Binswangers "Lesehilfe" zur
"Technik" von Morgenthaler).
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Karl Mätzler
am Samstag versuchen, die Verbindung von Morgenthaler zum kleinianischen
Gebäude der Psychoanalyse zu ziehen und einen Vergleich mit Donald
Meltzer, einem der bedeutendsten Psychoanalytiker in der Tradition Klein
– Bion, zur Diskussion stellen. Meltzer hat sich wie Fritz Morgenthaler
ausführlich mit der psychoanalytischen Auffassung von Sexualität und der
Theorie des Traums beschäftigt.
Im dritten Teil haben die TeilnehmerInnen die
Möglichkeit, Fallbeispiele einzubringen, die uns dabei helfen sollen, die
beiden Ansätze im Vergleich deutlicher zu machen. InteressentInnen melden
sich bitte im vorhinein im Klein-Seminar.
Ralf Binswanger, Facharzt für
Psychiatrie, arbeitet als Psychoanalytiker und Supervisor in freier
Praxis in Zürich. Daneben langjähriges politisches Engagement in Gruppen
der ausserparlamentarischen Linken.
Karl Mätzler,
Klin. Psychologe,
Psychoanalytiker in freier Praxis in Salzburg. Mitherausgeber des
„Werkblatt – Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik“.
Seit vielen Jahren intensive Beschäftigung mit kleinianischer
Psychoanalyse. Schwerpunkt: „Sexualität und unbewusste Phantasie“.
Literatur:
Binswanger, R.: Im
Gespräch über Fritz Morgenthaler, WERKBLATT 46, Sonderheft zum
Traum, herausgegeben von Ulrike Körbitz, 1/18 (2001), S. 13-31.
Mätzler, K.: Vom Leben im Innern der
inneren Mutter. Donald
Meltzer: The Claustrum. In: Werkblatt – Zeitschrift f.
Psychoanalyse u. Gesellschaftskritik Nr. 50 (1/2003), 59-65.
Wochenendseminar
zum Thema
„Primäre Störungen (Trastornos primarios)“
mit Ricardo und Marisa Rodulfo
(Argentinien)
20./21. Juni 2003
Argentinien
ist bekannt für eine der lebendigsten psychoanalytischen Kulturen, der wir
wichtige Beiträge zur zeitgenössischen Psychoanalyse verdanken. Auf Grund
fehlender Übersetzungen ist davon im deutschsprachigen Raum bislang sehr
wenig bekannt geworden. Bekannte Ausnahmen sind Marie Langer oder Heinrich
Racker, die zu den Pionieren der argentinischen Psychoanalyse gehört haben.
Durch die Vermittlung von Prof. Eckart Leiser (Berlin/Saragossa) wurde es möglich,
dieses Wochenendseminar mit
zwei bedeutenden Persönlichkeiten zeitgenössischer argentinischer
Psychoanalyse in Salzburg gemeinsam mit der Österr. Studiengesellschaft
für Kinderpsychoanalyse zu organisieren.
Freitag 20. Juni 2003 , 19.30 Uhr, Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Ricardo Rodulfo (Buenos
Aires, Argentinien)
„Primäre Störungen:
Autismus (Trastornos primarios: autismo)”
Übersetzung aus dem
Spanischen: Prof. Eckart Leiser
Der
Psychoanalytiker Ricardo Rodulfo ist Professor für Klinische Psychologie für
Kinder und Jugendliche an der Universität Buenos Aires. Durch seine
zahlreichen Veröffentlichungen wurde er weit über Argentinien hinaus
bekannt. Er nähert sich dem Problem des Verhältnisses Körper-Seele in
Auseinandersetzung mit verschiedenen Denkansätzen, die von Lacan bis Lévi-Strauss
und Derrida sowie von Winnicott und Klein bis Dolto, Sami-Ali und Aulagnier
reichen. Das Thema Autismus wird in den letzten Jahren auch zunehmend in
seiner Bedeutung für die Behandlung neurotischer Persönlichkeiten
diskutiert.
Samstag 21. Juni 2003 , 10–12.30 Uhr, Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Marisa Rodulfo (Buenos Aires, Argentinien):
„Weiblicher Körper und Psychoanalyse am Beispiel Bulimie / Anorexie (El
cuerpo femenino y el psicoanálisis sobre el ejemplo de la bulimia y la
anorexia.“) Übersetzung aus dem Spanischen: Prof. Eckart Leiser
Die
Psychoanalytikerin Marisa Rodulfo hat Malerei und Psychologie studiert und
arbeitet an der Universität von Buenos Aires als ordentliche Professorin im
Postgraduiertenprogramm "Psychoanalytische Klinik von Kindern und
Jugendlichen" Monographien: "Das Kind und die Zeichnung"
(1993), "Nichtpsychotische narzißtische Störungen" (Koautorin,
1995) und "Die Problematik des Symptoms" (Mitherausgeberin, 1997).
Mit Ricardo Rodulfo zusammen leitet sie die "Fundación des Estudios Clínicos
en Psicoanálisis".
Samstag 21. Juni 2003,
14.30–17 Uhr, Klinisches Seminar
Prof. Dr. Ricardo Rodulfo /
Prof. Dr. Marisa Rodulfo:
Fallbesprechung. Übersetzung
Prof. Eckart Leiser
Literaturhinweise:
Rodulfo, Ricardo.: Kinder gibt es die? Die lange Geburt des Subjekts.
Kore-Verlag 1996.
Ders.: Studien zum kindlichen Spiel und das kommende Schicksal der
Psychoanalyse. In: Studien zur Kinderpsychoanalyse 18/2002: 7-30.
Rodulfo, Marisa.: Die Puppen: Diätkranke und Anorektikerinnen – ein
Geschlechterproblem. In: texte 2/97: 59-70.
Die
von Eckart Leiser übersetzten Artikel von Marisa und Ricardo Rodulfo können über seine Homepage
bezogen werden:
http://userpage.fu-berlin.de/~leiser/#Übersetzungen
Freitag 7. März 2003 , 19.30 Uhr, Vortrag
Samstag 8. März 2003 9-12 Uhr, klinisches Seminar
Prof. Dr. Heinz Weiß
(Stuttgart): Zur Missrepräsentation psychischer Realität bei
Borderline-Organisationen. Klinische Erscheinungsformen und
behandlungstechnische Probleme
Heinz
Weiß ist Psychoanalytiker, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische
Medizin im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Visiting Scientist an der
Tavistock Clinic London, Guest Member der British Psychoanalytical Society
und Mitherausgeber der Reihe „Perspektiven kleinianischer Psychoanalyse“
sowie der Schriften von Elisabeth B. Spillius. Veröffentlichungen zu
Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse. Zahlreiche
Aktivitäten zur Vermittlung kleinianischer Psychoanalyse im
deutschsprachigen Raum.
Literaturhinweis:
Weiß, H.; Frank, C. (Hg.) Pathologische Persönlichkeitsorganisationen als
Abwehr psychischer Veränderung. Edition diskord, Tübingen 2002.
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