Klein Seminar Salzburg  
bisherige Veranstaltungen

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Henri Deparade: Gier, 2001

Klinisches Seminar mit Alberto Hahn (London)

"Temperatur und Distanz als technische Dimensionen der Deutung"
Grundlagen der Technik kleinianischer Psychoanalyse

Freitag 5. Dezember 2008, 20 - 22 Uhr
Samstag 6. Dezember 2008, 9.30 - 13 und 14.30–18 Uhr

Ausgangspunkt für das klinische Seminar mit Alberto Hahn wird diesmal nicht ein Vortrag, sondern die Diskussion eines Textes  von Donald Meltzer sein. Meltzers dynamisches Verständnis der Anwendung von Deutung und Gegenübertragung ermöglicht eine differenzierte Vermittlung der grundlegenden Techniken der kleinianischen Psychoanalyse.

Aus dem Vorwort: "This technical paper, based on a description and conceptualization of his own technique, provides a model for dealing with changes of emotionality and splits in the analytic session, by creating a working atmosphere through the dynamic use of the interpretative function and the countertransference. This paper invites others to examine their own development of "linguistic ingenuity" and to differentiate areas of ingenuity within the "basic technical principles" from acting-in-the-countertransference. It also encourages a self­critical observation and analysis of the interaction between patient and analyst as a form of self-supervision of unedited clinical material."

Meltzer, Donald (1976): Temperature and distance as technical dimensions of interpretation. In: Hahn, A. (ed.): Sincerity and other works. Collected papers of Donald Meltzer. London 1994, Karnac Books, 374-386.  

deutsche Übersetzung von Ruth Mätzler: Temperatur und Distanz als technische Dimensionen der Deutung (pdf 178 KB)

Das Seminar findet in englischer und deutscher Sprache mit Übersetzung statt. Fallvorstellungen (in deutscher oder englischer Sprache möglich!) am Samstag sind sehr willkommen. Wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung.

Dr. Alberto Hahn ist Mitglied der British Psychoanalytical Society sowie Lektor und Lehranalytiker an der Tavistock Clinic in London. Zudem arbeitet er als Psychoanalytiker in freier Praxis.
Er ist Herausgeber von "Sincerity and other works. The collected papers of Donald Meltzer" (Karnac books, 1994) und Mitherausgeber von  "Exploring the work of Donald Meltzer: a Festschrift" (Karnac books, 2000). Er hat neben diversen anderen Themen über die Theorie der psychoanalytischen Technik, über klagende Patienten (complaining patients) und über die Adoleszenz geschrieben. Dr. Hahn ist ein gefragter Lehrer und Supervisor in vielen Teilen Europas, Nord- und Südamerikas. Seine Arbeit basiert auf der postkleinianische Schule der Objektbeziehungen in der Tradition Klein-Bion-Meltzer.  Sein Vortrag "Einige Bemerkungen zur Intuition" ist auf der website des "Donald Meltzer Psychoanalytic Atelier" verfügbar: http://www.psa-atelier.org

 


 

Vergleichende Psychoanalyse: Klein-Bion-Meltzer / Lacan-Laplanche

Freitag 17. November 2006, 20 Uhr, Vortrag und Diskussion

Robert Heim (Frankfurt): 
Roh und gekocht, gesättigt und ungesättigt – Zur Gastronomie des Unbewußten bei Bion und Lacan.

Prof. Dr. Robert Heim, Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt und Hochschullehrer für Psychoanalyse und psychoanalytische Sozialpsychologie in Hannover berichtet von einem weiteren Baustein seines Buchprojekts „Starke Dichter“ nach Freud (siehe seine Arbeit „Paarungen, Passagen – Das Imaginäre zwischen M. Klein und J. Lacan“ in Journal für Psychoanalyse 44 - 1/2005: 35-60). Seine erkenntnistheoretische Suche führt diesmal zu ungewohnten „Verbindungen“ zwischen Bion und Lacan.

Samstag 18. November 2006, 9.30 - 12 Uhr, Vortrag und Diskussion

Karl Mätzler (Salzburg): Ursprünge, Triebe und die Entwicklung von Leidenschaft - Donald Meltzer und Jean Laplanche im Vergleich.

Donald Meltzer setzt an den Ursprung des Psychischen den ästhetischen Konflikt, insofern das Neugeborene mit dem überwältigenden Eindruck des primären Objekts und gleichzeitig mit dessen rätselhaftem Inneren konfrontiert wird. Dieser Ansatz weist erstaunliche Parallelen zur Sexualitäts- und Verführungstheorie von Jean Laplanche auf. Ein Vergleich beider Autoren öffnet den Blick auf eine Integration von Trieb- und Objektbeziehungstheorien und verbessert das Verständnis destruktiver psychischer Prozesse jenseits einer Theorie des Todestriebs.

Dr. Karl Mätzler, ist Psychoanalytiker in freier Praxis und Mitbegründer des Klein Seminars Salzburg.

13.30 – 17 Uhr Klinisches Seminar mit den Referenten


 

Vortrag und Seminar mit Alberto Hahn (London)

«Die Bedeutung der Intuition im psychoanalytischen Prozess»

 

(Der Vortrag von Alberto Hahn ist in der deutschen Übersetzung von Ruth Mätzler auf der website des "Donald Meltzer Psychoanalytic Atelier" verfügbar: "Einige Bemerkungen zur Intuition" http://www.psa-atelier.org)

 

Freitag, 23. Juni 2006, 20 Uhr, Vortrag und Diskussion

Samstag, 24. Juni 2006, 9.30 13 und 14.30–18 Uhr, Klinisches Seminar

Die Intuition nimmt im Werk Wilfred Bions einen bedeutenden Platz ein. In meinem Vortrag diskutiere ich genau die klinischen Bedingungen sowohl in der analytischen Situation als auch im Analytiker selber, welche einer intuitiv geleiteten Beobachtung, Beschreibung und Deutung der unbewussten Phänomene in unseren Patienten förderlich sind. Es soll der Versuch unternommen werden, eine theoretische Grundlage für eine „auf Intuition basierende Technik“ zu formulieren, die es uns erlaubt, Zugang zu den tieferen Schichten der Psyche zu finden. Es geht dabei vor allem um jene Bereiche der Persönlichkeit, die in Konflikten der frühen Objektbeziehungen, wie dem ästhetischen Konflikt und dem prägenitalen Ödipuskomplex wurzeln.
 
Dr. Alberto Hahn
ist Mitglied der British Psychoanalytical Society sowie Lektor und Lehranalytiker an der Tavistock Clinic in London. Zudem arbeitet er als Psychoanalytiker in freier Praxis.
Er ist Herausgeber von "Sincerity and other works. The collected papers of Donald Meltzer" (Karnac books, 1994) und Mitherausgeber von  "Exploring the work of Donald Meltzer: a Festschrift" (Karnac books, 2000). Er hat neben diversen anderen Themen über die Theorie der psychoanalytischen Technik, über klagende Patienten (complaining patients) und über die Adoleszenz geschrieben. Dr. Hahn ist ein gefragter Lehrer und Supervisor in vielen Teilen Europas, Nord- und Südamerikas. Seine Arbeit basiert auf der postkleinianische Schule der Objektbeziehungen in der Tradition Klein-Bion-Meltzer.

Vortrag und Seminar finden in englischer Sprache mit Übersetzung statt. Eine deutsche Fassung des Vortrags wird während der Veranstaltung zur Verfügung stehen. Fallvorstellungen im klinischen Seminar sind sehr willkommen. Wir bitten jedoch nach Möglichkeit um vorherige Anmeldung.

Gebühr: Vortrag: € 20,-- / Vortrag und Seminar:  € 90,--


Seminar

mit Ruth und Karl Mätzler (Salzburg)

„Einführung in die kleinianische Psychoanalyse“

Freitag 6. Oktober 2006, 10-17 Uhr

 

Literatur: Hinshelwood, Robert: Zur Praxis der kleinianischen Psychoanalyse. Verlag Internationale Psychoanalyse. Stuttgart 1997.

Voraussetzungen: Grundlagenkenntnisse der Freudschen Psychoanalyse

 


Buchpräsentation und Vorstellung der neuen Reihe

Karl und Ruth Mätzler (Hg.): Sexualität in der kleinianischen Psychoanalyse
Veröffentlichungen des Klein Seminars Salzburg Band 1, edition diskord

Freitag, 3. Juni 2005, 19 Uhr
mit einem Vortrag von Elisabeth Vorspohl (Frankfurt):
"Patienten im Gepäck und hohe Funktionen"
anschließend festlicher Umtrunk

Elisabeth Vorspohl wird in ihrem Vortrag berichten, auf welchem Weg sie zur Übersetzerin psychoanalytischer Literatur wurde, und sodann einige häufige Mißverständnisse klären - z.B. die Vorstellung von der Priorität der Quellensprache und der untergeordneten Bedeutung der Zielsprache. Außerdem wird sie Unterschiede zwischen dem Übersetzen belletristischer Texte und wissenschaftlicher Arbeiten erläutern und zu zeigen versuchen, welche Besonderheiten für das Übersetzen psychoanalytischer Autoren charakteristisch sind. "Fallbeispiele" aus eigener Werkstatt und Produktionen anderer Herkunft sollen die Theorie unterfüttern.

Studium der Germanistik und Geschichte, Lektoratsarbeit, seit 1989 Übersetzungen vorwiegend psychoanalytischer Literatur (u.a. Bergman, Fairbairn, Fonagy, A. Freud, Kernberg, M. Klein, Kohut, Riviere, Riesenberg-Malcolm, Solms, Stern, Winnicott...). Übersetzung mehrerer Beiträge in unserem Sammelband.

 


Arbeitstag mit Maria Rhode (London): Das autistische Niveau des Ödipuskomplexes

Samstag, 6. November 2004
10 – 12 Uhr, Vortrag und Diskussion
14 – 17.30 Uhr, Klinisches Seminar

Vortrag und Seminar finden in deutscher Sprache statt!

„Die Erforschung des kindlichen Autismus stellt eine der wichtigsten Innovationen innerhalb der zeitgenössischen Psychoanalyse dar und kann in seiner Bedeutung für die klinische Arbeit, auch mit Erwachsenen, noch gar nicht abgesehen werden. Mit Frau Rhode, als Mitglied der Autismus-Forschungsgruppe an der Tavistock Klinik in London, ist es uns gelungen, eine wichtige Vertreterin dieser Richtung in der Psychoanalyse für eine Veranstaltung in Salzburg zu gewinnen. In Fortführung der kleinianischen Tradition der Untersuchung der „Frühstadien des Ödipuskomplexes“ (Melanie Klein) beschäftigt sich Frau Rhode in ihrem Vortrag mit dessen autistischen Implikationen. Im klinischen Seminar werden Fallbeispiele der TeilnehmerInnen besprochen. Diese können sowohl aus der Arbeit mit Kindern als auch mit Erwachsenen stammen.

Maria Rhode, geb. 1943, ist „Consultant Child Psychotherapist“ im “Child and Family Department” der Tavistock Klinik in London sowie Psychoanalytikerin für Kinder und Erwachsene in eigener Praxis. Ihre Spezialgebiete sind die Behandlung autistischer und psychotischer Kinder, Sprachentwicklung und Babybeobachtung. Mitherausgeberin von Rustin, M. u.a.: „Psychotic States in Children“ (Karnac Books)

Übersetzte Literatur von Frau Rhode: 

Rhode, Maria (1994): Autistisches Atmen. In: Arbeitshefte Kinderpsychoanalyse 22/23, 1996: 67-84.
Rhode, Maria (1999a): Einige technische Fragen der psychoanalytischen Behandlung von autistischen Kindern. In: Arbeitshefte Kinderpsychoanalyse 27, 1999: 11-36.
Rhode, Maria (1999b): Wie man von A nach B kommt. In: Analyt. Kinder- u Jugendl.psychoth. 30.Jg., 4/1999: 471-495.

deutschsprachige Grundlagenliteratur zum Thema Autismus:

Frost, Eva (1999): Gedanken zur Autismusforschung. In: Zeitschr. f. psychoanalyt. Theorie und Praxis, XIV, 4-1999: 416-437.
Klüwer, Rolf (1997): Einblicke in die Welt des Autismus. In: Zeitschr. f. psychoanalyt. Theorie und Praxis, XII, 2-1997, 151-165.
Tustin, Frances (1986): Autistische Barrieren bei Neurotikern.
Tübingen 2005. edition diskord.

 


Freitag, 5. März 2004, 20 – 22 Uhr 
Heinz Weiß (Stuttgart): "Zeitlosigkeit bei Psychic Retreats. Probleme in Übertragung und Gegenübertragung"

Samstag, 6. März 2004, 9.30 – 12.30 Uhr
Heinz Weiß (Stuttgart): Klinisches Seminar

Durch die Veranstaltung mit Herrn Weiß im vergangenen Jahr entstand bei einigen Teilnehmern der Wunsch nach einem ausführlicheren klinischen Seminar zur Besprechung von Fallbeispielen. Eine Teilnahme ist auch für jene möglich, die beim letzten Mal nicht dabei waren.

Heinz Weiß ist Psychoanalytiker, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Visiting Scientist an der Tavistock Clinic London, Guest Member der British Psychoanalytical Society und Mitherausgeber der Reihe „Perspektiven kleinianischer Psychoanalyse“ sowie der Schriften von Elisabeth B. Spillius. Veröffentlichungen zu Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse. Zahlreiche Aktivitäten zur Vermittlung kleinianischer Psychoanalyse im deutschsprachigen Raum.

Literatur:  
Weiß, H.; Frank, C. (Hg.) Pathologische Persönlichkeitsorganisationen als Abwehr psychischer Veränderung. Edition diskord, Tübingen 2002.

 


Freitag 9. Jänner 2004 , 20 Uhr, Vortrag
Samstag 10. Jänner 2004, 9.30 – 13 Uhr, klinisches Seminar

Angelika Staehle (Darmstadt): Die Sprache im Leib – Verwirrungen zwischen Innen und Außen, Selbst und Objekt. Dargestellt an der psychoanalytischen Behandlung einer Hautpatientin.

Auf der Grundlage der Konzepte von E. Bick, D. Meltzer und W.R. Bion wird an detailliertem klinischen Material der allmähliche Übergang von adhäsiver Identifizierung zu reiferen Symbolisierungsformen dargestellt. Dabei wird die Bedeutung der Gegenübertragung als „Gesamtsituation“ für die Arbeit mit Patienten, bei denen schwere Störungen der emotionalen und kognitiven Entwicklung die Errichtung eines dreidimensionalen psychischen Raumes behindert haben und deren Erleben sich in einem zweidimensionalen Modus bewegt, besonders betont.

Angelika Staehle, Dipl.Psych., Psychoanalytikerin (DPV, DGPT) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, einzeln und in Gruppen (SGAZ, DAGG). Lehranalytikerin in Frankfurt und Mainz. Schwerpunkte: Psychoanalytische Technik insbesondere bei Symbolisierungsstörungen, Gruppenprozesse in Institutionen und ihre Verbindung mit gesellschaftlichen Veränderungen. Langjährige Supervision bei kleinianischen Analytikern in England. Ihr klinisches Denken gründet sich vor allem auf die Konzepte Bions und deren späterer Verarbeitung durch Donald Meltzer.

Literatur:  
Staehle, Angelika: „Erste und zweite Haut“ – Einige Überlegungen zur Analyse einer Patientin mit „Zweithautbildungen“ und adhäsiver Identifizierung. In: Zeitschrift für psychoanalyt. Theorie und Praxis, XII, 4-1997, 347-377.

 


Freitag, 21. November 2003, 20 Uhr
Ralf Binswanger (Zürich): Das Werk Fritz Morgenthalers als Baustelle für die Psychoanalyse

Samstag, 22. November 2003, 9.30 - 11 Uhr
Karl Mätzler (Salzburg): Vergleichende Psychoanalyse: Fritz Morgenthaler – kleinianische Psychoanalyse (Donald Meltzer). Eine vorläufige Annäherung.

Samstag, 22. November 2003, 11.30 - 13 Uhr, 
Ralf Binswanger (Zürich), Karl Mätzler (Salzburg): klinisches Seminar

„Im Oktober 2004 werden es zwanzig Jahre her sein, dass Fritz Morgenthaler unerwartet gestorben ist. Was er uns als Theoretiker der psychoanalytischen Praxis hinterlassen hat, gleicht einer Baustelle. Auf Freudschen Fundamenten sind Mauern errichtet, Leitungen gelegt und ein Dachstuhl konstruiert worden. Das Haus ist aber offensichtlich unvollendet. Es herrscht an vielen Stellen Durchzug und regnet herein. Manche Verbindungen zu anderen Gebäuden innerhalb der Psychoanalyse sind unterbrochen. Man kann sich da nicht so einfach häuslich einrichten.

Dabei hat er mitten im Kerngeschäft der Psychoanalyse entscheidende Beiträge geleistet, ohne die mir ein Arbeiten heute schwer vorstellbar wäre. Keiner hat wie er gezeigt, dass die Theorie der Technik eigene Bewegungsgesetze hat und nicht aus der Metapsychologie abzuleiten ist. Ferner hat er die psychoanalytische Auffassung von Sexualität auf eine dialektische Grundlage gestellt und den Umgang mit Träumen auf eine neue Ebene gehoben.“

Der Vortrag von Ralf Binswanger, einem profunden Kenner der Morgenthalerschen Theorien, versteht sich gleichsam als Führung durch diese Baustelle. Dadurch könnte deutlicher werden, wo und wie weiter zu bauen wäre. Vielleicht kann damit ein inhaltlicher Impuls für eine zu planende Tagung aus Anlass von Morgenthalers zwanzigstem Todestag gegeben werden (siehe dazu die Homepage "Projekt Morgenthaler" u.a. mit Binswangers "Lesehilfe" zur "Technik" von Morgenthaler).

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Karl Mätzler am Samstag versuchen, die Verbindung von Morgenthaler zum kleinianischen Gebäude der Psychoanalyse zu ziehen und einen Vergleich mit Donald Meltzer, einem der bedeutendsten Psychoanalytiker in der Tradition Klein – Bion, zur Diskussion stellen. Meltzer hat sich wie Fritz Morgenthaler ausführlich mit der psychoanalytischen Auffassung von Sexualität und der Theorie des Traums beschäftigt.

Im dritten Teil haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Fallbeispiele einzubringen, die uns dabei helfen sollen, die beiden Ansätze im Vergleich deutlicher zu machen. InteressentInnen melden sich bitte im vorhinein im Klein-Seminar.

Ralf Binswanger, Facharzt für Psychiatrie, arbeitet als Psychoanalytiker und Supervisor in freier Praxis in Zürich. Daneben langjähriges politisches Engagement in Gruppen der ausserparlamentarischen Linken.

Karl Mätzler, Klin. Psychologe, Psychoanalytiker in freier Praxis in Salz­burg. Mitherausgeber des „Werkblatt – Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik“. Seit vielen Jahren intensive Beschäftigung mit kleinianischer Psychoanalyse. Schwerpunkt: „Sexualität und unbewusste Phantasie“.

Literatur:
Binswanger, R.: Im Gespräch über Fritz Morgenthaler, WERKBLATT 46, Sonderheft zum Traum, herausgegeben von Ulrike Körbitz, 1/18 (2001), S. 13-31.
Mätzler, K.: Vom Leben im Innern der inneren Mutter. Donald Meltzer: The Claustrum. In: Werkblatt – Zeitschrift f. Psychoanalyse u. Gesellschaftskritik Nr. 50 (1/2003), 59-65.

 


Wochenendseminar zum Thema
„Primäre Störungen (Trastornos primarios)“
mit Ricardo und Marisa Rodulfo (Argentinien)
20./21. Juni 2003

Argentinien ist bekannt für eine der lebendigsten psychoanalytischen Kulturen, der wir wichtige Beiträge zur zeitgenössischen Psychoanalyse verdanken. Auf Grund fehlender Übersetzungen ist davon im deutschsprachigen Raum bislang sehr wenig bekannt geworden. Bekannte Ausnahmen sind Marie Langer oder Heinrich Racker, die zu den Pionieren der argentinischen Psychoanalyse gehört haben. Durch die Vermittlung von Prof. Eckart Leiser (Berlin/Saragossa) wurde es möglich, dieses Wochenendseminar mit zwei bedeutenden Persönlichkeiten zeitgenössischer argentinischer Psychoanalyse in Salzburg gemeinsam mit der Österr. Studiengesellschaft für Kinderpsychoanalyse zu organisieren.

Freitag 20. Juni 2003 , 19.30 Uhr, Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Ricardo Rodulfo  (Buenos Aires, Argentinien)
„Primäre Störungen: Autismus (Trastornos primarios: autismo)”
Übersetzung aus dem Spanischen: Prof. Eckart Leiser

Der Psychoanalytiker Ricardo Rodulfo ist Professor für Klinische Psychologie für Kinder und Jugendliche an der Universität Buenos Aires. Durch seine zahlreichen Veröffentlichungen wurde er weit über Argentinien hinaus bekannt. Er nähert sich dem Problem des Verhältnisses Körper-Seele in Auseinandersetzung mit verschiedenen Denkansätzen, die von Lacan bis Lévi-Strauss und Derrida sowie von Winnicott und Klein bis Dolto, Sami-Ali und Aulagnier reichen. Das Thema Autismus wird in den letzten Jahren auch zunehmend in seiner Bedeutung für die Behandlung neurotischer Persönlichkeiten diskutiert.

Samstag 21. Juni 2003 , 10–12.30 Uhr, Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Marisa Rodulfo (Buenos Aires, Argentinien): „Weiblicher Körper und Psychoanalyse am Beispiel Bulimie / Anorexie (El cuerpo femenino y el psicoanálisis sobre el ejemplo de la bulimia y la anorexia.“)
Übersetzung aus dem Spanischen: Prof. Eckart Leiser

Die Psychoanalytikerin Marisa Rodulfo hat Malerei und Psychologie studiert und arbeitet an der Universität von Buenos Aires als ordentliche Professorin im Postgraduiertenprogramm "Psychoanalytische Klinik von Kindern und Jugendlichen" Monographien: "Das Kind und die Zeichnung" (1993), "Nichtpsychotische narzißtische Störungen" (Koautorin, 1995) und "Die Problematik des Symptoms" (Mitherausgeberin, 1997). Mit Ricardo Rodulfo zusammen leitet sie die "Fundación des Estudios Clínicos en Psicoanálisis".

Samstag 21. Juni 2003, 14.30–17 Uhr, Klinisches Seminar
Prof. Dr. Ricardo Rodulfo / Prof. Dr. Marisa Rodulfo:
Fallbesprechung.
Übersetzung Prof. Eckart Leiser

Literaturhinweise: 
Rodulfo, Ricardo.: Kinder gibt es die? Die lange Geburt des Subjekts. Kore-Verlag 1996. 
Ders.: Studien zum kindlichen Spiel und das kommende Schicksal der Psychoanalyse. In: Studien zur Kinderpsychoanalyse 18/2002: 7-30.
Rodulfo, Marisa.: Die Puppen: Diätkranke und Anorektikerinnen – ein Geschlechterproblem. In: texte 2/97: 59-70.

Die von Eckart Leiser übersetzten Artikel von Marisa und Ricardo Rodulfo können über seine Homepage bezogen werden: 
http://userpage.fu-berlin.de/~leiser/#Übersetzungen

 


Freitag 7. März 2003 , 19.30 Uhr, Vortrag
Samstag 8. März 2003 9-12 Uhr,
klinisches Seminar

Prof. Dr. Heinz Weiß (Stuttgart): Zur Missrepräsentation psychischer Realität bei Borderline-Organisationen. Klinische Erscheinungsformen und behandlungstechnische Probleme

Heinz Weiß ist Psychoanalytiker, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Visiting Scientist an der Tavistock Clinic London, Guest Member der British Psychoanalytical Society und Mitherausgeber der Reihe „Perspektiven kleinianischer Psychoanalyse“ sowie der Schriften von Elisabeth B. Spillius. Veröffentlichungen zu Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse. Zahlreiche Aktivitäten zur Vermittlung kleinianischer Psychoanalyse im deutschsprachigen Raum.

Literaturhinweis: Weiß, H.; Frank, C. (Hg.) Pathologische Persönlichkeitsorganisationen als Abwehr psychischer Veränderung. Edition diskord, Tübingen 2002.