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Band 1
Karl und Ruth Mätzler (Hg.)
Sexualität in der
kleinianischen Psychoanalyse
2005, 191 Seiten · Broschur
€ 18,- / sFr 31,90
ISBN 3-89295-753-3
Bestellung: Brandes
und Apsel Verlag
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"Das
was bei Freud den Jahrhundertskandal ausgemacht hat, die
dominierende Rolle der Sexualität, hat sich nicht nur beim
Verbraucher, sondern auch bei den Psychoanalytikern immer mehr
verdünnisiert. Aus dem zentralen Thema der Psychoanalyse ist
ein Randthema geworden. Offenbar schon ganz und gar bei der
Schule, die sich den "Objektbeziehungen"
verschrieben hat, der Schule Melanie Kleins.
Der Band, den Karl und Ruth Mätzler herausgegeben haben, ist
eine brilliante Widerlegung dieses Vorurteils."
(Caroline Neubaur in PSYCHE 4/2006)
Vor
100 Jahren erschienen Freuds „Drei Abhandlungen zur
Sexualtheorie“ und sorgten
mit revolutionären Thesen für großes Aufsehen, das
bis zur erbitterten Ablehnung reichte. Einer der wichtigsten
Weiterentwicklungen der Freudschen Sexualtheorie durch Melanie
Klein, die in der Beobachtung und der Psychoanalyse von
Kindern ihren Ausgang nahm, schien bis vor kurzem ein ähnliches
Schicksal zu widerfahren. Ihre Arbeiten ziehen bis heute äußerst
kontroverse Diskussionen nach sich.
Der
erste Band der Veröffentlichungen des Klein Seminars
Salzburg nimmt dieses Jubiläum daher zum Anlaß, die
Frage nach dem Stellenwert der Sexualität in der
kleinianischen Psychoanalyse zu stellen. Er versammelt
verschiedene ausgewählte Beiträge, die eindrücklich zeigen,
daß die Ideen Melanie Kleins und ihrer Nachfolger das
psychoanalytische Verständnis der Sexualität und ihrer
unterschiedlichen Erscheinungsformen nicht nur sehr bereichert
haben, sondern auch die Grundlage für eine Integration von
Trieb- und Objektbeziehungstheorie darstellen könnten.
Die in den Band aufgenommenen
Arbeiten befassen sich sowohl mit allgemeinen Themen, wie der
weiblichen Sexualität oder der Entwicklung der
Geschlechtsidentität, als auch mit speziellen Aspekten der
Perversion, der Homosexualität oder der sexuellen Störungen.
Die Autoren bewegen sich dabei auf dem Hintergrund
spezifisch kleinianischer Konzepte: der projektiven
Identifizierung, des Bionschen Container-contained-Modells,
der mit teilobjekthaften Identifizierungen verbundenen körpergeographischen
Verwirrungen oder dem Konzept der vereinigten Elternfigur.
Dies geschieht im Sinne einer erweiterten psychoanalytischen
Sexualtheorie, welche auch die Frage nach der grundsätzlichen
Bisexualität des Menschen beinhaltet.
Inhalt
Karl
Mätzler, Ruth Mätzler: Vorwort
Marie
Langer: Sterilität und Neid
Henry
Rey: Weiblichkeit, Sexualität und innerer Raum
Donald
Meltzer: Die
introjektive Grundlage polymorpher Tendenzen in der
erwachsenen Sexualität
Margot
Waddell und Gianna Williams: Überlegungen zu perversen
psychischen Zuständen
Steven Mendoza: Genitale und phallische Homosexualität
David Morgan: Das
innere Paar und der Ödipuskomplex in der Entwicklung von
sexueller Identität und sexueller Perversion
Didier Houzel: Die Spaltung der psychischen Bisexualität bei autistischen Kindern Karl
Mätzler: Sexualität,
unbewusste Phantasie und die Bedeutung der Konkretheit von Teilobjekten
Die Herausgeber
Ruth Mätzler, Jg. 1961. Studium der Kunstgeschichte und der Archäologie (Spielbein)
sowie der Sozialwissenschaften und der Psychologie
(Standbein). Psychoanalytikerin in freier Praxis. Mitbegründerin
des Klein Seminars Salzburg. Veröffentlichungen zu
verschiedenen psychoanalytischen Themen, zuletzt mit
Forschungsschwerpunkt „Psychoanalyse der Musikrezeption“.
Karl Mätzler, Jg. 1958, Dr. phil., arbeitet als Psychoanalytiker in
freier Praxis in Salzburg. Lektorentätigkeit an verschiedenen
österreichischen Universitäten und im Weiterbildungsbereich.
Mitherausgeber des „Werkblatt – Zeitschrift für
Psychoanalyse und Gesellschaftskritik“. Mitbegründer des Klein
Seminars Salzburg. Seit vielen Jahren intensive Beschäftigung
mit kleinianischer Psychoanalyse, insbesondere dem Werk Donald
Meltzers. Themenschwerpunkt: „Sexualität und unbewußte
Phantasie“.
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